Franziska Göbke - Ani Briska 

                  

Blogroman

 



Vane - Ihre eisblauen Augen bringen mich um den Verstand. Ich will diese Frau mehr als alles andere - doch sie ist für mich verboten. 


Loraine - Ich habe mich festgefahren und in die absolute Scheiße manövriert. Und dann ist da dieser Mann, der nicht verbirgt, was er von mir möchte - doch ich kann nicht. 


Für Loraine läuft alles schief. Erst verliert sie ihren Job und dann ist da noch ihre Beziehung, die sich immer mehr zu einer Hass-Liebschaft entwickelt. Am liebsten würde sie fliehen, aber dafür ist sie zu schwach, bis ....

Vane hat einiges in seinem Leben erreicht, dennoch fehlt ihm das gewisse "Etwas". Das es ausgerechnet eine Frau sein muss, möchte er zu Beginn nicht wahrhaben, bis ....



Information: Der Roman wird Kapitelweise 1x wöchentlich erscheinen. Auf ein Lektorat und Korrektorat wird auf der Website verzichtet. Das später zu kaufende Buch kann zusätzliche Szenen und Änderungen enthalten. 

Dieses Werk ist reine Fiktion. Jegliche Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sowie Schauplätzen sind zufällig und nicht beabsichtigt. Alle darin beschriebenen Vorkommnisse sind frei erfunden.

Der Inhalt dieses Buches ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren, Vervielfältigen und Weitergabe sind nur zu privaten Zwecken erlaubt. Der Abdruck des Textes, auch nur in Auszügen, nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Autorin.
 

2017-12-28

Kapitel 2 - Vane

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»Na du Held der Arbeit.«
Ich sah von meinen Unterlagen auf, blickte direkt in das belustigte Gesicht meines besten Freundes, bis er weiter zur Uhr glitt. Gerade einmal kurz nach neun Uhr abends und weit von meinem täglichen Feierabend entfernt. In meinem Leben galt die Divise: Möchtest du etwas erreichen, dann musst du dich dafür ins Zeug legen.
»Warum bist du wirklich hier?«, wollte ich genervt wissen und richtete meine Aufmerksamkeit bereits wieder auf die Zahlenreihen vor mir.
»Früher hättest du den Stift beiseite geworfen und dich ins Nachtleben gestürzt. Heute interessiert dich nur noch die Firma und wie du schnell Geld anhäufen kannst. Ich erkenne dich kaum noch wieder.« Sein vorwurfsvoller Unterton entging mir nicht und löste eine Welle der Genervtheit aus. Seit dem Tod meiner Eltern gestattete ich niemanden mehr, mich zu bevormunden. Dies galt ebenso für meinen besten Freund, den ich nicht minder lange kannte, als meine Familie. Wir hatten bereits im Kindergarten einen Weg zueinander gefunden. Über die Jahre war daraus eine feste Freundschaft entstanden, die inzwischen beinahe so stark wie das Band von Geschwistern war.
Im Gegensatz zu unserer Bruderschaft entwickelten sich unsere Ansichten in verschiedene Richtungen.
Lennox genoss die Vorzüge, die im das luxuriöse Leben verschafften. Oder eher das Geld, welches er sicher nicht verdient hatte. Ich für meinen Teil war als Kind nicht in reichen Verhältnissen große geworden und hatte nach dem Studium jede freie Minute in mein Unternehmen gesteckt.
»Früher hatte ich auch keinerlei Verpflichtungen gegenüber meinen Mitarbeitern«, antworte ich ruhig, während meine Augen nach wie vor auf die Tabellen schauten.
»Nonsinns. Das sind alles nur Ausflüchte! Nach einem harten Jahr wirst du dir doch ein paar Stunden Zeit für mich nehmen können. Wir trinken ein bis zwei Drinks im Jackson und wandern dann weiter ins Mohall. Dort suchen wir uns eine hübsche Dame und lassen den Abend ausklingen.« Schnaufend ließ ich den Kopf auf meine Hände sinken.
»Len, geh allein. Du weißt das mich diese Art von Abendbeschäftigung schon lange nicht mehr interessiert.«
»Was interessiert dich dann?«, wollte er wissen. Eine gute Frage, die ich mir in den letzten Wochen des Öfteren gestellt hatte. Ich hatte die dreißig bereits überschritten, war finanziell abgesichert und besaß ein beachtliches Anwesen. Doch was brachte es alles, wenn man es allein genießen musste? Niemand, der auf mich wartete. Niemand, der die einsamen Nächte zu etwas Besonderem machte. Niemanden, der die Leere in meinem Leben ausfüllte.
»Es wäre an der Zeit, eine feste Verbindung einzugehen. Ich bin über dreißig und erfolgreich. Was mir fehlt ist eine Frau und der Nachwuchs, der mein Unternehmen irgendwann übernehmen wird.« Lennox schüttelte den Kopf und lächelte vergnügt.
»Heirat und Kinder bekommen? Auch nur eine Laune der Natur, die du nicht ernst meinen kannst. Zur heutigen Zeit kann man auch ohne feste Bindung ein Kind bekommen. Und viele Paare sind ohne Trauschein sehr glücklich. Du siehst also, das deine Gedanken überflüssig sind.
Außerdem kannst du keine Frau kennen lernen, wenn du im Büro sitzt.«
»In den Clubs, die wir bevorzugen, würde sich auch keine ehrbare Frau herumtreiben und das wissen wir beide.
Du könntest mich jedoch zum alljährlichen Presseball nächste Woche begleiten. Ich bin mir sicher, dass sich dort eher eine passende Gelegenheit bietet.« Lennox begann lauthals zu lachen und war im Begriff, mein Büro zu verlassen.
»Lass gut sein, Vane.« Mit diesen knappen Worten verließ er den Raum. Inzwischen sollte ich wissen, dass es keinen Sinn machte, Lennox von etwas anderem zu überzeugen. Er wollte ein Leben in Freiheit und ohne jegliche Verpflichtungen. Selbst wenn es mein Wunsch war, ein ehrbares Leben zu führen, so wusste ich dennoch, dass es nicht funktionieren würde.
Seufzend ließ ich mich gegen die Lehne sinken. So schön wie mein Traum auch war, es gab etwas, dass ihn in Gefahr brachte - der schwarze Fleck in meinem Herzen.

Admin - 11:41:27 @ One Obsession | Kommentar hinzufügen